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Fragen & Antworten


Fragen & Antworten

Ein großes Vorhaben wie das Projekt Hochsonnberg bringt viele Fragen mit sich, die wir Ihnen gerne beantworten

 

Warum wird das Skigebiet erweitert?

Welche Lifte, Pisten und Anlagen sind geplant?

Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?

Wann beginnt der Bau und wann ist das voraussichtliche Ende der Bauarbeiten?

Welche Bauphasen gibt es?

Auf welche Belastungen müssen sich die Anwohner einstellen?

Werden die Bauarbeiten auch am Wochenende erfolgen?

Wie wurde in der Planung die Umwelt berücksichtigt?

Woher stammt die Energie für die geplante Kunstschneeproduktion am Hochsonnberg?

Kann es durch das Vorhaben am Hochsonnberg zu Erdrutschen und Wassereinbrüchen kommen?

Welche Auswirkungen hat das Projekt Hochsonnberg auf den Verkehr in Piesendorf?

Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Osteinfahrt von Piesendorf?

Wird der Verkehr nicht zunehmen, wenn die Skigäste zur gleichen Zeit unterwegs sind wie die Pendler?

Bei der geplanten Talstation in Piesendorf werden rund 700 Pkw-Parkplätze geschaffen. Bedeutet das, dass zukünftig bis zu 700 Pkw pro Tag mehr durch Piesendorf fahren?

An wen kann ich mich für mein Anliegen oder meine Fragen wenden?

 

 

 

 

Warum wird das Skigebiet erweitert?
Aus touristischer Sicht ist das Projekt Hochsonnberg unverzichtbar, wenn die Region eine hoch attraktive Wintersportdestination bleiben will. Das Projekt entlastet die Areitbahn auf der Schmitten, der Verkehr wird entflochten. Mit der Investition von 72,6 Millionen Euro werden Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert und wichtige wirtschaftliche Impulse für die Region gesetzt.

 

 

Welche Lifte, Pisten und Anlagen sind geplant?
Geplant sind:

  • Eine achtsitzige Einseilumlaufbahn von Piesendorf auf den Hauserberg
  • Drei Liftanlagen mit 6er-Sesselbahn zur Anbindung an die Schmittenhöhe
  • Vier neue Pisten und ein multifunktionaler Skiweg
  • Eine Beschneiungsanlage mit Speicherteich
  • Eine neues Skizentrum mit Parkplätzen
    "Pisten & Lifte"

 

 

Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?

Die Projektunterlagen wurden im April 2010 zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht, im Mai 2011 hat die Salzburger Landesregierung das Projekt Hochsonnberg genehmigt. Nach der Berufung gegen den Bescheid, entscheidet nun der Umweltsenat in Wien, in zweiter Instanz im UVP-Verfahren, über das Projekt. Das Urteil wird im Frühjahr 2012 erwartet. Bei einem positiven Abschluß des Behördenverfahrens kann noch im Jahr 2012 mit dem Bau begonnen werden.

 

 

Wann beginnt der Bau und wann ist das voraussichtliche Ende der Bauarbeiten?

Der genaue Zeitraum der Umsetzung ist von den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig.

 

 

Welche Bauphasen gibt es?
Es sind drei Bauphasen vorgesehen:

1. Bauphase
Errichtung der Bahnen von der Pinzgauer Hütte auf den Kettingkopf und zur Kesselscharte.

2. Bauphase
Errichtung der Bahn vom Hauserberg zur Bergstation, die etwa 400 Meter westlich der Kesselscharte liegt.

3. Bauphase
Errichtung der Einseilumlaufbahn von Piesendorf auf den Hauserberg samt Parkplatz.

 

 

Auf welche Belastungen müssen sich die Anwohner einstellen?
Es kommt durch das Projekt Hochsonnberg zu keinen übermäßigen und gefährlichen Emissionen. Lärm ist sowohl in der Bauphase als auch während des Betriebs zu erwarten, durch vorsorgliche Maßnahmen und zeitliche Beschränkungen wird aber die Lärmentwicklung stark minimiert. Wesentliche Belastungen durch den Bauverkehr werden nicht erwartet.

 

 

Werden die Bauarbeiten auch am Wochenende erfolgen?
Die Schmittenhöhebahn AG hat um die behördliche Erlaubnis angesucht, Bautätigkeiten von Montag bis Freitag von 06:00 bis 22:00 Uhr durchzuführen. Samstags wird spätestens bis 18:00 Uhr gebaut. Damit werden die üblichen Zeiten für Bautätigkeiten eingehalten.

 

 

Wie wurde in der Planung die Umwelt berücksichtigt?
Mit umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzflächen bleibt in Summe die ökologische Bilanz erhalten und wird in Teilbereichen sogar verbessert. Streng geschützte Lebensräume werden nicht beeinträchtigt. Bei Lebensräumen, in denen zum Teil geschützte Arten vorkommen, werden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Beeinträchtigungen für Flora und Fauna zu minimieren. So werden gefährdete Tiere in adäquate Gebiete umgesiedelt, Ersatzflächen zur Verfügung gestellt oder Lebensräume durch ökologische Maßnahmen - wie beispielsweise das Belassen von Altholz im Wald - für bestimmte Arten verbessert.

Für das Projekt Hochsonnberg müssen 25 Hektar Wald dauerhaft gerodet werden. Durch Verbesserungsmaßnahmen in überalteten Schutzwäldern und Neuaufforstungen wird die Schutzfunktion des Waldes insgesamt aber deutlich erhöht.
Negative Auswirkungen auf das Grundwasser oder die Luftqualität sind nicht zu erwarten.

 

 

Woher stammt die Energie für die geplante Kunstschneeproduktion am Hochsonnberg?
Die Schmittenhöhebahn AG wird in den nächsten Jahren bis zu 4.000 Quadratmeter Photovoltaikfläche auf Gebäuden des Unternehmens errichten. Die geplante Beschneiungsanlage am Hochsonnberg wird dadurch zur Gänze mit umweltfreundlicher Sonnenenergie betrieben werden.

 

 

Kann es durch das Vorhaben am Hochsonnberg zu Erdrutschen und Wassereinbrüchen kommen?
Die Auswirkungen auf Boden und Wasser wurden für das Projekt von Experten genauestens untersucht. Die vereinzelt befürchteten projektbedingten negativen Auswirkungen können ausgeschlossen werden. Erfahrene Spezialisten garantieren, dass der Pistenbau nach höchsten technologischen Standards erfolgt.

 

 

Welche Auswirkungen hat das Projekt Hochsonnberg auf den Verkehr in Piesendorf?
Auf der B 168 Mittersiller Straße bringt das Projekt Hochsonnberg auf dem Abschnitt Schüttdorf-Fürth eine spürbare Verkehrsentlastung. In Piesendorf wird zwar der Verkehr auf der B 168 leicht zunehmen, die Verkehrssituation in Piesendorf-West wird aber durch die geplanten Umbaumaßnahmen verbessert, die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs wird durch die Anbindung des geplanten Skizentrums an den Bus- und Bahnverkehr erhöht.
 
Konkret werden durch das Projekt Hochsonnberg in Piesendorf in der Wintersaison um rund 250 Fahrzeuge pro Tag mehr unterwegs sein. Bei rund 12.000 Pkw pro Tag im Jahresdurchschnitt bedeutet das eine Steigerung von 1,5 bis 2 Prozent. Im Alltag ist dies nicht bemerkbar, die Unterschiede zur jetzigen Situation sind nicht wahrnehmbar. In den Prognoseberechnungen ist der Verkehr zur „Tauern Spa“ in Kaprun bereits berücksichtigt.

In Piesendorf-West bringt das Projekt Hochsonnberg klare Verbesserungen: Durch den Ausbau der bestehenden Kreuzung fließt der Verkehr in Zukunft flüssiger, die derzeitigen Verkehrsprobleme werden beseitigt und die Verkehrssicherheit wird erhöht. Zur weiteren Verkehrsentlastung trägt auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs bei: Das Skizentrum in Piesendorf wird an den Postbusverkehr und die Pinzgauer Lokalbahn angebunden. Für die Talstation der Areitbahn in Zell am See-Schüttdorf wurde ebenfalls eine Haltestelle der Pinzgauer Lokalbahn errichtet.In Summe wird durch das Projekt Hochsonnberg der Verkehr auf der viel befahrenen B168 entlastet, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer steigt. Durch das Vorhaben Hochsonnberg verteilt sich der Verkehr künftig besser zwischen Piesendorf-West, Kaprun und der Areitbahn in Zell am See-Schüttdorf.

 

 

Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Osteinfahrt von Piesendorf? 
Der Verkehr zum geplanten Skizentrum (Talstation) der Hochsonnbergbahn verteilt sich auf der B168 zu gleichen Teilen auf die West- und die Osteinfahrt von Piesendorf. Dies wurde gutachterlich erhoben. Eine besondere Belastung der Osteinfahrt gibt es nicht. Die Hälfte des Verkehrs zur Hochsonnbergbahn kommt von Westen aus Richtung Mittersill. Die andere Hälfte kommt von Osten aus Zell am See, aus Kaprun oder aus Richtung Bruck. Der Verkehr in der Ortsdurchfahrt von Piesendorf ist von dem Vorhaben nicht betroffen, die Zahl der Pkw wird dort nicht ansteigen.

 

 

Wird der Verkehr nicht zunehmen, wenn die Skigäste zur gleichen Zeit unterwegs sind wie die Pendler? 
Nein. Der Berufsverkehr und der Verkehr der Skigäste treffen zeitlich nicht aufeinander. Morgens findet der Berufsverkehr vor allem zwischen 7.00 und 8.00 Uhr statt, die Skigäste fahren etwa ab 9.00 Uhr in das Skigebiet. Am Abend kehren die Skigäste zwischen 16.00 und 17.00 Uhr heim. Die Pendler sind hauptsächlich in der Zeit von 17.00 bis 18.00 Uhr auf dem Weg von der Arbeit nach Hause.

 

 

Bei der geplanten Talstation in Piesendorf werden rund 700 Pkw-Parkplätze geschaffen. Bedeutet das, dass zukünftig bis zu 700 Pkw pro Tag mehr durch Piesendorf fahren? 
Nein. Die geplante Talstation mit den Parkplätzen liegt am westlichen Ortsrand von Piesendorf. Daher werden jene Skigäste der Schmitten, die von Westen kommend bisher zur Areit-Talstation in Zell am See fahren mussten, zukünftig bereits bei der neuen Talstation in Piesendorf-West „abgefangen“. Um auf der Schmitten Skifahren zu können, müssen diese Gäste nicht mehr auf der B 168 durch Piesendorf fahren, sondern können direkt von der neuen Talstation (Skizentrum) in Piesendorf-West in das Skigebiet einsteigen. 

Kurz: Weil sich ein Teil des Verkehrs von der Areit nach Piesendorf-West verlagert, werden in Piesendorf auf der B 168 durch das Projekt – auch bei voller Auslastung der rund 700 Pkw-Parkplätze – lediglich rund 250 Fahrzeuge pro Tag mehr unterwegs sein. Bei dieser Prognoseberechnung ist berücksichtigt, dass die Schmitten durch die Skigebietserweiterung mehr Gäste anlocken wird und dadurch die Besucherzahlen insgesamt stei-gen werden. Der Verkehr in der Ortsdurchfahrt von Piesendorf ist von dem Vorhaben übrigens nicht betroffen, die Zahl der Pkw wird dort nicht ansteigen.

 

 

An wen kann ich mich für mein Anliegen oder meine Fragen wenden?
Für Ihr Anliegen und Ihre Fragen wenden Sie sich bitte an den Ansprechpartner für Projektfragen.