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Mit der Natur auf Du und Du


Als eines der führenden Seilbahn-Unternehmen in Salzburg weiß die Schmitten die Natur als Grundlage für den Skisport und das Wandererlebnis am Berg besonders zu schätzen. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Schmitten am schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen gearbeitet und ist stetig bestrebt sich in Richtung energieeffizientes Unternehmen weiterzuentwickeln.

Energieeffizienz – Wärmerückgewinnung

Nachhaltiges Denken fängt beim Bürogebäude an. Das Verwaltungsgebäude der Schmittenhöhebahn AG fügt sich bestens in die Landschaft ein und zeichnet sich vor allem durch seine Energieeffizienz aus. Das im Jahr 2010 fertiggestellte Gebäude wird mit Erdwärme geheizt und gekühlt und erfüllt alle Anforderungen eines Niedrigenergiehauses.
Seit dem Jahr 1988 wird die Motorabwärme der Areitbahn erfolgreich genutzt. So wurde bei der Bergstation der Areitbahn I eine fixe Wärmerückgewinnungsanlage installiert. Der Wärmeverlust wird verringert indem die Abwärme in Heizwärme umgewandelt wird und den Rest des Gebäudes beheizt.


Ökostrom aus Sonnenenergie – Photovoltaik

Ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Energieeffizienz ist die Errichtung von bis zu ca. 1.500 m² Photovoltaik-Anlagen bei den Tal- und Bergstationen der Areitbahn I, II und III, sowie der Tal- und Bergstation der Glocknerbahn. Bereits seit drei Jahren arbeitet die Schmitten an der Vorbereitung des Projekts. Nachdem Förderverfahren nun abgeschlossen sind, wurde in diesem Jahr mit der Umsetzung begonnen. Mit der erzeugten Energie wird 5 % des Energiebedarfs der Seilbahn- und Liftanlagen abgedeckt.


Ressourcenschonende Beschneiung

In Punkto technische Beschneiung zählt die Schmitten seit 1973 zu den Pionieren. Die ersten Schneiversuche wurden auf der Standardabfahrt bereits vor 40 Jahren durchgeführt. Heute sind im Winter über 350 Schneeerzeuger einsatzbereit und damit können 100% des Skigebietes technisch beschneit werden. Diese Beschneiungsanlagen sind die Basis für einen erfolgreichen und sicheren Wintertourismus, sichern den Saisonstart und garantieren den ganzen Winter höchste Pistenqualität. Eine steigende Beschneiung ist ein Zeichen für die erfolgreiche Entwicklung des Wintertourismus in der Region.
Dabei ist die Schmittenhöhebahn ständig bestrebt, die Effizienz der Beschneiung zu steigern, indem die Anlagenplanung von den Pumpstationen, über die Schneeerzeuger bis hin zur Steuerung laufend optimiert wird. Dank intelligenter Beschneiungsysteme und effektiver Anlagenplanung konnte die Energiebilanz in den vergangenen Jahren stetig verbessert werden.
Josef Pichler, ist seit 25 Jahren Pistenchef auf der Schmitten und kennt die Schneebedürfnisse im Skigebiet genau. Wesentlich ist die Installation des richtigen Schneeerzeugers am richtigen Ort, sodass optimale Schneifenster genutzt werden können. Weiteres hilft der Einsatz des intelligenten Beschneiungsystems WinCC von Siemens bei der effizienten Schneeerzeugung. Dank dieser Software kann das Schneiteam die Temperaturwerte im gesamten Skigebiet im Blickfeld behalten und erkennen welche Pisten energieeffizient beschneit werden können.
Auch die technische Entwicklung und technologischer Fortschritt bei Beschneiungssystemen hilft den Skigebieten effizienter zu beschneien. Ziel dabei ist es, aus den eingesetzten Ressourcen mehr Schnee zu machen. Auch die Schmitten hat diesen Vorteil genutzt und mittlerweile 30 Schneilanzen gegen energieeffiziente Lanzen ausgetauscht. Mit den neuen Schneilanzen wird nur ein Zehntel des Energiebedarfs dieselbe Menge Schnee produziert. Ressourcenschonende Beschneiung.
Seit dem Jahr 2009 arbeitet die Schmitten mit Schneehöhenmessung und kann somit mehr Schneesicherheit und eine bessere Pistenqualität bei weniger Ressourceneinsatz garantieren und gleichzeitig die Umwelt schonen. Das System von ARENA Pistenmanagement wurde bereits in zwei Pistengeräten eingebaut und erfolgreich betrieben. Dank diesem System kann die Schneehöhendaten in Echtzeit zwischen den Pistenmaschinen ausgetauscht und ans Pistenteam weitergegeben werden. Die Schneehöhenmessung hilft nur mehr so viel Schnee zu produzieren wie wirklich notwendig ist bzw. dort wo dieser wirklich gebraucht wird. Außerdem können Schwachstellen auf der Piste schon lange bevor sie sichtbar werden, korrigiert werden.


Biogasbetriebene Skidoos

Seit 2010 werden drei Skidoos der Schmitten-Pistenrettung mit Biogas betrieben. Das Biogas wird in Eugendorf erzeugt und über das Netz der Salzburg AG nach Zell am See transportiert. Bereits 2007 wurde eine Gastankstelle bei der Talstation der Schmittenhöhebahn errichtet. Aber nicht nur im Tal können die Skidoos betankt werden, um Fahrtwege zu verkürzen gibt es eine Biogas-Tankstelle direkt bei der trassXpress Talstation auf 1.900 Meter Höhe.
Der Motor wird normal gestartet und läuft im Benzinmodus bis zum Erreichen einer definierten Motortemperatur. Dann schaltet das System automatisch auf Biogasbetrieb um. Der Jahresverbrauch an Biogas eines Skidoos liegt bei rund 1.500 kg. Noch erfreulicher ist aber, dass die Schadstoffbelastung bis zu 80% reduziert wird und die Feinstaubbelastung nun fast bei Null liegt. Auch die Treibstoffkosten konnten um 50% gesenkt werden. Für die ressourcenschonende Pistenrettung wurde die Schmitten vom Lebensministerium als "klima:aktiv-Partner" ausgezeichnet.


Pistenpräparierung mit Biogas

Auch bei der Pistenpräparierung hat die Schmitten bereits mit biogasbetriebenen Pistengeräten gearbeitet. Der PistenBully 600 Dual Fuel Concept ist der erste serientaugliche PistenBully von Kässbohrer mit Diesel/Gas-Gemisch Antrieb. Die Einsparung des Dieselverbrauchs und die damit verbundenen Umweltbelastung ist beachtlich. In der Wintersaison 2011/12 wurde die Maschine für die täglichen Präparierarbeiten eingesetzt und war großteils mit Dual Fuel (Diesel/ Gas-Gemisch Antrieb) im Einsatz. Dadurch wurden 31% des Dieselverbrauchs durch Biogas ersetzt und über 10.000 l Diesel pro Jahr und Gerät eingespart. Durch die Verwendung von Biogas wird der Schadstoffausstoß reduziert und zusätzlich CO2 eingespart. Außerdem werden die Motoren mit einem erneuerbaren Kraftstoff betrieben.


Umweltfreundliche Elektro-Bikes

Ökologie ist der Schmitten auch bei der Unterhaltung der Gäste ein Anliegen. Dank der elektrischen Variante des Freeride Motocross-Motorrades von KTM steht dem Freeride Erlebnis auf zwei Rädern nichts mehr im Weg. Ohne Lärm, ohne Benzin, ohne heißen Auspuff und noch dazu abgasfrei genießen die Gäste motorisierten Spaß mit grünem Gewissen.

Die Schmittenhöhebahn wird diesen Sommer bis zu 1.500 Quadratmeter Photovoltaik-Anlagen errichten und will den mit Sonnenenergie erzeugten Ökostrom in absehbarer Zukunft auch zum Auftanken der Elektro-Bikes verwenden. Somit präsentiert sich das Freeride Erlebnis am Berg als umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Motocross Sport.