5 Klischees über Skilehrer

· Skifahren auf der Schmittenhöhe

Mal ganz ehrlich: Welches Bild haben Sie im Kopf, wenn Sie an einen Skilehrer denken? Ist er vielleicht braun gebrannt, immer gut drauf und stets mit feschen Skihaserln am flirten? Zugegeben: Ein gewisser Ruf eilt den Skilehrern bis heute voraus. Doch welche Klischees gibt es wirklich? Und stimmen sie? Wir sind dem Mythos Skilehrer auf den Grund gegangen.

Strahlender Skilehrer auf der Schmittenhöhe.  | © Bründl Sports

 

Die Charmebolzen aus den Bergen

Traumberuf Skilehrer! Umgeben von einer sagenhaften Bergkulisse wedeln sie bei strahlend blauem Himmel über die Pisten der Region. Die Sonne scheint ihnen ins Gesicht und die weiblichen Urlaubsgäste liegen ihnen zu Füßen. Und für all das gibt es auch noch Geld! Klingt nach einem wahren Traumjob!


Nicht ganz! Denn, um nur einen Aspekt des Berufs zu nennen, der oft vergessen wird: Skilehrer müssen bei jedem Wetter auf die Piste. Völlig egal, ob bei eiskaltem Wind, starkem Schneefall oder lästigem Regen. 

 

Skihaserl auf der Schmittenhöhe.  | © Bründl Sports

 

1. Mythos: Skilehrer sind sexy!

Vielleicht ist es die Mischung aus Urlaubsstimmung, dünner Bergluft und zu viel Jagertee, die diesen Mythos bei den Urlaubern entstehen lässt. Denn offenbar sehen es Frauen und Männer gleich – Skilehrer sind sexy! Und zwar alle! Grund für dieses Bild könnte natürlich auch die „Uniform“ sein. Schließlich wedeln die sexy Herrschaften meist in rotem Einheitsdress über die Piste! Zudem sind sie sportlich, humorvoll, Retter in der Not und können gut mit Kindern – diese Faktoren lassen so manches Frauen- und Männerherz schmelzen.


Doch sind wir mal ehrlich – Skilehrer ist nicht gleich Skilehrer! Und wie bei allen Menschen hat die Frage, ob attraktiv oder nicht, immer auch etwas mit dem persönlichen Geschmack zu tun!   

 

Aprés-Ski auf der Schmittenhöhe in Zell am See-Kaprun. | © Schmittenhöhe

 

2. Mythos: Von der Piste in die Kiste!

Ein verschmitztes Lächeln und das gute Aussehen genügen, und schon ist es geschehen. Das nächste Skihaserl wurde verzaubert. Nichts einfacher als das. Schließlich gehört die Schneehasen-Jagd zur Grundausbildung von Skilehrern. Bevorzugtes Jagdgebiet: die Après-Ski-Hütten der Region. Ist das Häschen erstmal in den Bann gezogen, ist das Ende des Abends offen. Privatstunden nicht ausgeschlossen.

Wenn die Chemie stimmt, kann es natürlich schon einmal sein, dass sich Skilehrer und Urlaubsgast näherkommen. Allerdings ist es schon lange nicht mehr so wie früher. Denn schließlich sind auch Skilehrer nicht selten in einer glücklichen Beziehung oder bandeln lieber mit gleichgesinnten Arbeitskollegen an und haben an den Urlaubsgästen gar kein Interesse.

Skilehrer am feiern in der Hütte auf der Schmittenhöhe.  | © Schmittenhöhe

 

3. Mythos: Party ohne Ende beim Après-Ski!

Natürlich gehen Skilehrer auch nicht zeitig ins Bett oder lesen nach einem anstrengenden Tag noch gemütlich ein Buch. Auf gar keinen Fall! Denn was wäre ein Skilehrer-Dasein ohne Après-Ski? Das Image muss schließlich gewahrt werden. Und so grölen sie bis zum Morgengrauen Songs wie „Mama-Lauda“ durch die Region.


Was viele dabei nicht bedenken: Feiern gehört zwar manchmal dazu. Allerdings ist es völlig egal, wie lustig die Nacht war und wann du nach Hause gekommen bist: Am nächsten Morgen geht’s wieder zur Arbeit auf die Piste! Ohne Ausreden.

Skilehrer fährt Ski auf der Schmittenhöhe | © Bründl Sports

 

4. Mythos: Skilehrer arbeiten nur im Winter!

Gehalt plus üppiges Trinkgeld – da reichen vier bis sechs Monate Arbeit doch völlig aus. Schnee gibt es schließlich nur im Winter, und im Sommer gehört Entspannung einfach dazu. Doch so einfach ist es nun auch wieder nicht: Zwar sparen auswertige Skilehrer viel Geld, da sie vom Betreiber der Skischule meist  die Unterkunft gestellt bekommen.

Doch hat das feuchtfröhliche Partyleben seinen Preis. Wie bei allen Saisonjobs ist es deshalb auch hier keine Seltenheit, dass Skilehrer noch ein zweites Standbein haben oder gerade daran arbeiten. Viele Skilehrer sind schließlich auch Studenten.

Skifahren am Berg. | © Bründl Sports

 

5. Mythos: Skilehrer ist gar kein richtiger Beruf!

Vier bis sieben Stunden am Tag Skifahren, nichts leichter als das, denken Sie? Irrtum! Skilehrer gehen oft an ihre körperlichen Grenzen. Sie verbringen jeden Tag der Wintersaison (Dezember bis März) auf der Piste, die freien Tage sind rar. Den kleinen Kindern und schweren Erwachsenen ständig aus den unmöglichsten Positionen hochzuhelfen, so etwas strengt an. Dabei ist man noch dazu den ganzen Tag im Pflug unterwegs und hat vor allem für die kleinen Gäste eine enorme Verantwortung. Einmal ganz davon abgesehen, dass man als Skilehrer auch eine richtige Ausbildung braucht.

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Niemand ist perfekt,

aber als Skilehrer ist man verdammt nah dran.

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