26.01.2019

Der Schmitten Trasslauf

Am Samstag, dem 26. Januar 2019, findet der legendäre Schmitten Trasslauf statt. Erfahren Sie jetzt alles zum Event und zur Speed-Abfahrt auf der Schmittenhöhe!

 

Speed-Abenteuer auf der Schmitten

Bereits zum 27. Mal geht Ende Januar der traditionelle Trasslauf auf der Schmittenhöhe über die Bühne. Jeder, der sich schon einmal auf die Trass gewagt hat, wird es bestätigen: Die Abfahrt mit einem Gefälle von 70 Prozent ist nichts für schwache Nerven … und Waden!

Wie bereits in den vergangenen Jahren wagen sich auch 2019 wieder rund 130 Rennläufer an den Start. Sie messen sich auf der über vier Kilometer langen Abfahrt von der Berg- bis zur Talstation der Schmittenhöhebahn.

Die knallharten Fakten zur Trass Abfahrt

•    Starthaus: Schmitten Gipfel, Piste Nr. 1 direkt neben der Elisabeth Kapelle
•    Ziel: Talstation Schmittenhöhebahn
•    Abfahrtslänge: 4.150 m
•    Tore: 110
•    Höhendifferenz: 1.080 m
•    Gefälle: 70 %
•    erste Trass Abfahrt: 1951
•    Streckenrekord: Manfred Mandler im Jahr 2017 mit 3:30:27 Minuten
•    Mindestalter für die Teilnahme: 18 Jahre

Streckenrekorde auf der Trass

Die Top-Fahrer erreichen beim jährlichen Trasslauf Zeiten von unter vier Minuten. Den am längsten an der Spitze stehenden Rekord stellte kein geringerer als Hermann Maier auf: Er bezwang die Trass 1995 in 3:41:12 Minuten. Christopher Hörl unterbot diesen Rekord erst nach sage und schreibe 20 Jahren. Die Zeiten sind jedoch nur schwer miteinander vergleichbar, da der Kurs jedes Jahr anders gesteckt wird.

Wussten Sie, dass … der Trass-Abfahrt nachgesagt wird, konditionell anspruchsvoller als die Kitzbüheler Streif zu sein? Nicht zuletzt deshalb hat sie den Namen „Hahnenkamm des Pinzgau“ redlich verdient!

Die Geschichte der Trass Abfahrt

Der erste Trass-Riesentorlauf fand im Jahr 1951 statt. Bereits in den ersten Jahren zog die jährliche Veranstaltung bekannte Skigrößen wie Anderl Molterer und Toni Mark in Ihren Bann. Ab 1963 wurde eine Pause eingelegt, die 20 Jahre später Albert Schmidhuber von der Skischule Zell am See aufhob. Die Skischule Zell am See veranstaltet bis heute den jährlichen Trasslauf.

Gut zu wissen: Dem Gewinner des Trasslaufes wird kein Pokal überreicht. Jeder Teilnehmer erhält – je nach Zeitrückstand auf den Tagesbesten – ein Fischabzeichen in Gold, Silber oder Bronze. Dieses wurde vom Zeller Juwelier Mösslacher entworfen und stellt unter anderem einen Hecht dar.

Um an den Ursprung des Zeller Skirennsports zu gelangen, blicken wir bis ins Jahr 1935 zurück: Bereits ab Mitte der Dreißigerjahre fanden regelmäßig Skirennen auf der Schmittenhöhe statt. Das liebevoll genannte „Fischrennen“ führte über die Nordabfahrt der Schmitten nach Zell am See und fand mehrmals jährlich statt. Schon damals kämpften die Skirennläufer um die zum Gewinn stehenden Fischabzeichen. Je nach Streckenzeit gliederten sich diese in:

•    Meisterklasse: unter 10 Minuten
•    Gold: unter 12 Minuten
•    Silber: unter 17 Minuten
•    Bronze: unter 25 Minuten

Spannend! Bis in die 1970er-Jahre führte die Trass Abfahrt auf einer, zum Teil, unpräparierten Buckelpiste ins Tal. Manche Abschnitte waren so schmal und steil, dass eine maschinelle Präparierung schlicht unmöglich war. Erst in den 80er-Jahren wurde die Piste verbreitert und in ihren heutigen Zustand gebracht.

Die Trass Abfahrt für jedermann

Pisten mit der Farbe Schwarz sind für Sie kein Tabu, sondern eine Herausforderung? Sie lieben die Extraportion Adrenalin im Blut? Worauf warten Sie noch? Auf zur Schmittenhöhe! Auf zur Trass Abfahrt! Eine gewisse Sicherheit auf Skiern sollten Sie dabei mitbringen, denn die mehr als vier Kilometer lange Abfahrt ist nur etwas für geübte Skifahrer!

Fühlen wie ein echter Skirennläufer! Zeichnen Sie Ihren rasante Abfahrt auf der Trass mit einer Kamera auf. Im Infocenter haben Sie die Möglichkeit, sich kostenlos eine GoPro-Kamera auszuleihen.

Zum Abschluss verrät Schmitten-Pistenchef Josef Pichler noch seinen absoluten Insidertipp für alle Trassfans:

„Bei Neuschnee lohnt es sich, früh aufzustehen und mit der ersten Gondel auf den Gipfel zu fahren – bis zum frühen Vormittag kann man hier seine Schwünge in den frischen Neuschnee ziehen!“