Projekt Hochsonnberg

27.09.2018

Das Projekt Hochsonnberg ist eines der bedeutendsten Seilbahnprojekte Salzburgs. Durch die Erweiterung des Skigebiets der Schmitten wird die Wintersportregion Zell am See-Kaprun ihre Attraktivität weiter ausbauen - davon profitiert die gesamte Region. Piesendorf wird mit vier Liftanlagen und den dazugehörigen Pisten an das Skigebiet Schmittenhöhe angeschlossen. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden sich auf rund 90 Mill. Euro belaufen.

Geplante Seilbahn- und Liftanlagen und Pisten
Für die Erweiterung des Skigebietes sind drei Sesselbahnen, eine 10-Einseilumlaufbahn, vier Pisten und ein multifunktionaler Skiweg sowie eine Beschneiungsanlage mit Speicherteich vorgesehen. Insgesamt wird das Skigebiet um eine Pistenfläche von 23 Hektar wachsen. Die Talstation in Piesendorf wird als Skizentrum mit Bistro, Skischule und Sportshop errichtet und bietet Stellplätze für etwa 700 Pkws und rund 20 Busse.

Zahlreiche Vorteile für Tourismus, Wirtschaft und Verkehr
Durch das Projekt Hochsonnberg werden zusätzliche Pistenflächen im Höhenbereich geschaffen, die durch ihre Schneesicherheit immer wichtiger werden. Aus touristischer Sicht ist das Projekt Hochsonnberg unverzichtbar, wenn die Region Zell am See-Kaprun ihre Position als hochattraktive Wintersportdestination halten will. Zugleich werden damit die angrenzenden Gemeinden Piesendorf und Niedernsill touristisch aufgewertet. Durch die hohe Investition entsteht ein wichtiger Impuls für die regionale Wirtschaft. Der Verkehr würde sich künftig besser zwischen Piesendorf-West, Kaprun und Schüttdorf verteilen. Eine Entflechtung des Verkehrs erhöht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer.

Behördenverfahren noch nicht abgeschlossen
Nachdem die Planungen für das Projekt bereits vor zehn Jahren begonnen haben, wurden 2010 die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. 2011 folgte der positive Bescheid der Salzburger Landesregierung. Nach mehreren Einsprüchen und Behördenverfahren wurden diese im April 2018 vom Bundesverwaltungsgerichtshof abgewiesen. Daraufhin hat der Naturschutzbund, der Alpenverein und die Bürgerinitiative „Rettet den Hochsonnberg“ nochmal außerordentliche Revision beantragt. Im August 2018 hat der Verwaltungsgerichtshof der außerordentlichen Revision aufschiebende Wirkung verweigert, wodurch der positive Bescheid der Salzburger Landesregierung und des Bundesverwaltungsgerichts rechtsgültig ist. Offen bleibt die Entscheidung über die außerordentliche Revision. Bei der Schmittenhöhebahn hofft man innerhalb eines Jahres mit einer Entscheidung. Fällt diese positiv aus, kann mit dem Bau der ersten Lifte begonnen werden. Bis zur Fertigstellung rechnet man mit einer Bauzeit von mindestens fünf Jahren.

Beginn mit ökologische Ausgleichsmaßnahmen  
Bis zur Entscheidung über die außerordentliche Revision beginnt man im Oktober 2018 mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Während mit den Bauarbeiten der Seilbahnen und Lifte noch nicht begonnen wird, können wichtige Waldarbeiten bereits durchgeführt werden. Im ersten Schritt wird eine Fläche von 50 Hektar Fichtenwald gelichtet und artgerecht für die Raufußhühner aufbereitet, um wertvollen Lebensraum für diese zu schaffen. Allein diese Arbeiten dauern über ein Jahr.