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Neue Kapellenbahn auf der Schmittenhöhe

veröffentlicht am · Schmitten-News

Mit dem Neubau der Kapellenbahn startet ein weiteres wichtiges Infrastrukturprojekt am Zeller Hausberg. Die Baugenehmigung liegt vor, die Arbeiten sind bereits angelaufen und das Ziel ist klar: Rechtzeitig zum kommenden Winter soll die neue Kapellenbahn in Betrieb gehen.

Die alte 4er-Sessel-Kapellenbahn auf der Schmittenhöhe. | © Oberhauser Stefanie

Die neue Kapellenbahn auf einen Blick

  • Bahntyp: kuppelbare 8er-Sesselbahn
  • Ausstattung: Wetterschutzhauben, automatische Schließbügel
  • Sicherheitstechnik: AURO-System (autonome Bergstation)
  • Talstation: 1.728 m
  • Bergstation: 1.964 m
  • Anzahl der Stützen: 10
  • Geschwindigkeit: bis zu 5,5 m/s
  • Fahrzeit: ca. 3 Minuten
  • Förderleistung: bis zu 3.400 Personen pro Stunde
  • Fahrbetriebsmittel: max. 42 Sessel

Mehr Komfort und Leistung für unsere Gäste

Die bestehende 4er-Sesselbahn war seit 2001 im Einsatz. Nun wird sie durch eine moderne kuppelbare 8er-Sesselbahn ersetzt. Was das für Gäste auf der Schmittenhöhe bedeutet? Vor allem mehr Komfort, eine kürzere Fahrzeit und eine deutlich höhere Förderleistung.

Durch die kuppelbaren Sessel reduziert sich die Geschwindigkeit in den Stationen. Das Ein- und Aussteigen wird dadurch wesentlich ruhiger und noch sicherer. Auf der Strecke ist die Bahn hingegen schneller unterwegs. So verkürzt sich die Fahrzeit künftig auf rund drei Minuten.

Auch die Kapazität erhöht sich deutlich: Statt bisher 2.394 Personen pro Stunde können mit der neuen Kapellenbahn bis zu 3.400 Personen in derselben Zeit befördert werden.

Der Betriebsleiter der Schmittenhöhebahn stellt den Betrieb der alten Kapellenbahn ab. | © Oberhauser Stefanie

Intelligente Technik für mehr Sicherheit

Technisch wird die Kapellenbahn ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Die Bergstation erhält, wie bereits die Breiteckbahn, das innovative AURO-System von Doppelmayr. Kameras und Sensoren überwachen dabei laufend die Ausstiegsbereiche und die Anlage kann so bei Bedarf automatisch reagieren.

Damit setzt die Schmittenhöhe auf moderne Seilbahntechnik, die Komfort und Sicherheit miteinander verbindet. 

Zwei Personen auf einem Schneemobil fahren über eine verschneite Piste bei klarem Himmel. | © Nikolaus Faistauer Photography

Verbesserte Infrastruktur für Gäste und Einsatzkräfte

Nicht nur die Bahn selbst wird neu gedacht. Auch rund um die Anlage entstehen Verbesserungen. Die Talstation wird im Zuge des Neubaus um etwa 150 Meter in Richtung Piesendorf verlegt. Das verbessert sowohl die Rückfahrt von der Pinzgauer Hütte als auch die Pistenführung in diesem Bereich. In der neuen Bergstation entstehen außerdem ein moderner Pistenrettungsstützpunkt und öffentliche Sanitäranlagen. 

Gut zu wissen: Sommergäste sind durch die Bauarbeiten nicht eingeschränkt. Wanderwege und Fahrradstrecken können großteils weiterhin genutzt werden.

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen während der Bauphase

Moderne Infrastruktur und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur gehören auf der Schmittenhöhe zusammen. Deshalb wird der Neubau der Kapellenbahn gleich von mehreren ökologischen Ausgleichsmaßnahmen begleitet: Wiederaufforstungen, der Erhalt wertvoller Altholzbäume und spezielle CEF-Maßnahmen (Continuous Ecological Functionality) schützen Lebensräume von Raufußhühnern und anderen Tierarten. 

Was sind CEF-Maßnahmen?

CEF steht für „Continuous Ecological Functionality" und bezeichnet vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen im Artenschutz. Das Prinzip dahinter: Neue oder aufgewertete Lebensräume entstehen bereits vor Baubeginn, damit die ökologische Funktion eines Gebiets ohne Unterbrechung erhalten bleibt. 

Auf der Schmittenhöhe wurden dafür folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • ein neues Gewässer sowie Stein- und Asthaufen als Ersatzlebensräume für Amphibien und Reptilien
  • gezielte Waldpflege zur Aufwertung des Lebensraums für diverse Vogelarten
  • 3 Altholzinseln sowie 25 Alt- und Totholzbäume als Rückzugs-, Brut- und Nahrungsräume
  • ein rund 3 km langer Amphibienschutzzaun mit täglich kontrollierten Fanggefäßen zur sicheren Umsiedelung der Tiere in die neuen Ersatzlebensräume

Ein zweites Leben für die alte Kapellenbahn

Die bisherige Kapellenbahn wird ganz im Sinne einer langfristigen Nutzung nicht verschrottet, sondern sorgfältig ab- und in Rumänien wiederaufgebaut. Dieses Prinzip der Weiterverwendung verfolgt die Schmittenhöhebahn AG seit Jahren bei Seilbahnanlagen, Pistenraupen und Skidoos. Auf diese Weise werden Ressourcen gespart, Emissionen reduziert und die Nutzungsdauer hochwertiger Investitionsgüter verlängert.

Schmitten-Tipp

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Bis bald auf der Schmittenhöhe in Zell am See!

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