Neubau der Kapellenbahn auf der Schmittenhöhe

04.05.2026 | Seilbahn, Winter

Startschuss für ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt
Baugenehmigung liegt vor – Fokus richtet sich nun voll auf die Umsetzung

Baugenehmigung liegt vor – Fokus richtet sich nun voll auf die Umsetzung
Auf der Schmittenhöhe beginnt ein weiteres bedeutendes Modernisierungsprojekt: Für den Neubau der Kapellenbahn liegt nun offiziell die Baugenehmigung vor. Nach intensiven Verfahren und umfangreichen behördlichen Auflagen konnten sämtliche Anforderungen erfolgreich erfüllt werden. Damit steht dem Baustart nichts mehr im Wege. Die Arbeiten sind bereits angelaufen, mit dem klaren Ziel, die neue Bahn rechtzeitig zum kommenden Winter in Betrieb zu nehmen.
Mit der neuen Kapellenbahn setzt die Schmittenhöhebahn AG ihren Weg konsequent fort, die Infrastruktur am Berg laufend zu modernisieren und gleichzeitig höchste Standards in Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit umzusetzen.

Mehr Komfort, mehr Sicherheit, mehr Leistung
Die bestehende 4er-Sesselbahn ist seit 2001 in Betrieb und wird nun durch eine moderne kuppelbare 8er-Sesselbahn ersetzt. Die neue Anlage bringt für Wintersportgäste zahlreiche Vorteile mit sich.
Durch die kuppelbaren Sessel reduziert sich die Geschwindigkeit in den Stationen deutlich. Das sorgt für ein besonders angenehmes, ruhiges und sicheres Ein- und Aussteigen. Gleichzeitig fährt die Bahn auf der Strecke deutlich schneller, wodurch sich die Fahrzeit auf rund drei Minuten verkürzt.
Auch die Förderleistung steigt erheblich: Statt bisher 2.394 Personen pro Stunde können künftig bis zu 3.400 Personen pro Stunde befördert werden.
Für zusätzlichen Komfort sorgen moderne Einzelsitze mit Sitzheizung, Wetterschutzhauben, automatisch verriegelbare Schließbügel sowie ein komfortabler Förderbandeinstieg.

Intelligente Technik für höchste Sicherheit
Auch technologisch setzt die neue Kapellenbahn Maßstäbe. Die Bergstation wird, wie bereits bei der Breiteckbahn, mit dem innovativen AURO-System von Doppelmayr ausgestattet. Kameras und Sensoren überwachen dabei permanent die Ausstiegsbereiche und reagieren bei Bedarf automatisch.
Nicht zuletzt aufgrund der hohen Qualitätsstandards, der Langlebigkeit der Systeme sowie des Fokus auf nachhaltige Technik fiel die Entscheidung erneut auf den international renommierten Seilbahnhersteller Doppelmayr.

Verbesserungen für Gäste und Einsatzkräfte
Im Zuge des Neubaus wird auch die Talstation um rund 150 Meter in Richtung Piesendorf verlegt. Dadurch werden sowohl die Zufahrt zur Pingauer Hütte als auch die Rückkehr deutlich verbessert. Gleichzeitig wird die bestehende Pistenführung in diesem Bereich optimiert und insgesamt attraktiver gestaltet, was für noch mehr Fahrspaß und ein verbessertes Skierlebnis sorgt.
Zusätzlich entstehen in der neuen Bergstation ein moderner Pistenrettungsstützpunkt sowie erweiterte Sanitäranlagen, ein weiterer Mehrwert für Gäste und Mitarbeiter.

Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit im Mittelpunkt
Der Neubau folgt einem klaren Grundsatz: Moderne Infrastruktur und verantwortungsvoller Umgang mit der Natur gehen Hand in Hand.
So werden umfangreiche ökologische Begleitmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen gezielte Wiederaufforstungen, das bewusste Stehenlassen wertvoller Altholzbäume als Lebensraum für zahlreiche Tierarten sowie spezielle CEF-Maßnahmen zum Schutz von Raufußhühnern. Besonders wertvolle Waldflächen mit über 150-jährigem Bestand bleiben erhalten und wurden bewusst in die Planung integriert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Amphibienschutz. Dafür wird ein rund drei Kilometer langer Schutzzaun mit eingegrabenen Fanggefäßen errichtet. Die Bereiche werden täglich kontrolliert, die Tiere behutsam entnommen und in vorbereitete Ersatzlebensräume, etwa strukturreiche Steinhaufen und geschützte Rückzugsräume, umgesiedelt. Erst wenn sichergestellt ist, dass sich keine Tiere mehr im jeweiligen Baufeld befinden, beginnt der nächste Bauabschnitt.
Damit bleibt der Schutz sensibler Arten während der gesamten Bauphase gewährleistet.

Weiterverwendung statt Verschrottung
Auch beim Rückbau der bestehenden Anlage setzt die Schmittenhöhebahn AG konsequent auf Ressourcenschonung. Die bisherige Kapellenbahn wird nicht verschrottet, sondern sorgfältig abgebaut und in Rumänien wiederaufgestellt.
Dieses Prinzip der Weiterverwendung verfolgt das Unternehmen seit Jahren erfolgreich, nicht nur bei Seilbahnanlagen, sondern auch bei Pistenraupen, Skidoos und technischer Infrastruktur. Wo immer möglich, erhalten bestehende Anlagen und Fahrzeuge ein zweites Leben. Das spart Ressourcen, reduziert Emissionen und verlängert die Nutzungsdauer hochwertiger Investitionsgüter nachhaltig.

Fakten zur neuen Kapellenbahn
• Bahntyp: kuppelbare 8er-Sesselbahn
• Talstation: 1.728 m
• Bergstation: 1.964 m
• Anzahl Stützen: 10
• Geschwindigkeit: bis zu 5,5 m/s
• Fahrzeit: ca. 3 Minuten
• Förderleistung: bis zu 3.400 Personen/Stunde
• Fahrbetriebsmittel: max. 42 Sessel

Blick nach vorne
Mit der neuen Kapellenbahn investiert die Schmittenhöhebahn AG weiter konsequent in Qualität, Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Infrastruktur am Berg. Nach der Sonnkogelbahn und der Modernisierung der Breiteckbahn ist die Kapellenbahn das nächste starke Signal für die Weiterentwicklung des Skigebiets auf der Schmittenhöhe.

Bildunterschriften:
Bild 1: Betriebsleiter stellt die Kapellenbahn nach jahrzehntelangem Einsatz ab.
Bild 2: Auf dieser Trasse entsteht die neue Kapellenbahn, sie ersetzt die bestehende Anlage auf gleicher Strecke.
Bild 3: Blick auf die künftige Linienführung der neuen Kapellenbahn entlang der bestehenden Strecke.
Bild 4: Betriebsmittel der alten Kapellenbahn. Teile der Anlage finden künftig in Rumänien eine Weiterverwendung.
Bild 5: Letzte Fahrt mit der Kapellenbahn. v.l.n.r. Ing. Ingo Dürlinger, Prok. Herbert Kreiseder, MBA, Prok. Ing. Hannes Mayer, Vorstand Dr. Erich Egger

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