Darum lohnt sich ein Kinderskikurs

· Für Familien auf der Schmittenhöhe

Franz von der Skischule in Zell am See, im Gespräch

Seien wir uns mal ehrlich: Den Kindern Skifahren beizubringen, ist gar nicht so einfach. Und obendrein hat man als Elternteil dabei nur wenig vom Skigenuss. Wie wäre es also mit einem Skikurs für die Kleinen? Wir haben Franz von der Skischule in Zell am See gefragt, ob sich ein Kinderskikurs wirklich lohnt und wenn ja, warum. 

Die erste Frage, die sich Eltern oft stellen: Gibt es eigentlich ein ideales Alter, um mit dem Skifahren zu beginnen – und ist früher wirklich besser?

Grundsätzlich gilt: Kinder sollten am besten mit vier Jahren mit dem Skifahren beginnen. Denn ab diesem Alter haben sie in der Regel die nötigen physischen und motorischen Voraussetzungen, wie Kraft, Koordination und Ausdauer.

Beim Thema Skischule für Kinder scheiden sich oft die Geister: ja oder nein? Empfehlen Sie immer einen Kinderskikurs?

Meistens macht es den Kindern einfach mehr Spaß, das Skifahren im Skikurs anstatt von den Eltern zu lernen. Die Kids helfen sich im Kurs gegenseitig und schauen sich vieles voneinander ab. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass die Kleinen im Skikurs einfach besser lernen. Denn beim Skilehrer gibt man in der Regel nicht so schnell auf wie bei den Eltern. Zudem achten wir natürlich immer auf korrekte Technik und Bewegungsabläufe. 

Was sind die Vorteile eines Kinderskikurses? Warum lohnt es sich, einen Kurs für die Kids zu buchen?

Es gibt mehrere Gründe, warum es sich lohnt. Zum einen lernen die Kinder natürlich von speziell ausgebildeten Skilehrern. Zum anderen sind meist mehrere Kinder in der Gruppe, die etwa im selben Alter sind. Da macht das Skifahrenlernen gleich noch mehr Spaß. Für die Eltern bedeutet ein Skikurs natürlich gleichzeitig auch, dass sie ihre Kinder gut betreut wissen und selbst auf die Piste können. Skischulen haben außerdem oft spezielle Pisten für die Kids, die für Anfänger besonders geeignet sind. Und obendrauf lernen die kleinen Marcel Hirschers von morgen auch das richtige Verhalten auf der Piste. Die FIS-Regeln gehören zum Skikurs einfach mit dazu. 

Ganz ehrlich: Gibt es auch Fälle, wo ein Skikurs keinen Sinn macht? 

Manche Kinder wollen einfach nicht Skifahren. Eltern sollten dies immer akzeptieren. Denn oft schaut es im Jahr darauf schon ganz anders aus. Zudem macht ein Skikurs keinen Sinn, wenn die Kinder zu sehr auf ihre Eltern fixiert sind und nicht alleine im Skikurs bleiben möchten. 

Wie schnell erkennt man Fortschritte? Und wie viele Stunden braucht es in der Regel, bis Kinder einigermaßen gut auf Skiern stehen?

Das kommt ganz auf das Alter an. Kinder zwischen vier und fünf Jahren brauchen meistens drei Tage, um bremsen und leichte Kurven fahren zu lernen. Im Alter von sieben bis neun Jahren lernen sie das oft schon in zwei bis vier Stunden. 

Wie hält man die Kids beim Skikurs bei Laune?

Mit speziellen Übungen, viel Abwechslung und unterschiedlichen Pisten. Dazwischen sorgen Spiele für Spaß und spezielle Kinderparcours, wie die Funslope, für kleine Erfolgserlebnisse. Ebenfalls sehr beliebt sind Schatzsuchen und natürlich freundliche Maskottchen. Letzte Notlösung: Gummibärchen. 

Welche Ausrüstung ist für einen Kinderskikurs notwendig? Und soll ich die Ausrüstung kaufen oder mieten?

Zur Standardausrüstung beim Skifahren gehören Skianzug, Ski, Skischuhe, Stöcke, Helm, Handschuhe und Skibrille. Generell brauchen die Kleinen aber im Anfängerkurs noch keine Stöcke. Besonders praktisch: Auch für die Kids gibt es in den meisten Sportgeschäften sehr gute Ausrüstung zum Leihen. Wenn Skifahren nur für ein bis zwei Wochen im Jahr geplant ist, würde ich empfehlen, die Ausrüstung zu leihen. Kaufen lohnt sich nur, wenn die Kinder wirklich viel Skifahren werden. Übrigens gibt es auch viele Sportgeschäfte, wo man Ski, Schuhe und Stöcke gleich für die gesamte Saison leihen kann. 

Gruppe versus Einzelkämpfer: Was macht für Kinder mehr Sinn?

Kindern im Alter von bis zu sieben Jahren macht ein Gruppenskikurs meistens mehr Spaß. Es fällt ihnen oft leichter, das Skifahren zu lernen, wenn sie in einer Gruppe mit Gleichaltrigen sind. Der große Vorteil eines Privatskilehrers ist, dass er sich gezielt auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes einstellt, und dementsprechend zeigen sich Fortschritte oft schneller als in Gruppenkursen. 

Worin liegen die Vorteile von Gruppenskikursen?

Wie schon erwähnt, liegen die Vorteile eines Gruppenkurses darin, dass die Kinder das Skifahren mit Gleichaltrigen lernen und in der Gruppe oft mehr Spaß haben. Darüber hinaus ist ein Gruppenkurs natürlich auch billiger als Privatunterricht.

Worin liegen die Vorteile von Einzelstunden?

Mit einem Privatskilehrer ist man flexibler. Der Unterricht wird an die Bedürfnisse des Kindes angepasst, und es gibt keine Wartezeiten bei diversen Übungen. Der Treffpunkt und der Kursbeginn können oft individuell festgelegt werden. Manche Privatlehrer holen die Kinder auch beim Hotel ab und bringen sie nach dem Skikurs wieder zurück. 

Sie sind überzeugt, dass ein Skikurs wünschenswert wäre? Dann erfahren Sie jetzt mehr zum Skikursangebot auf der Schmittenhöhe!

Pizza-Ecken im Schnee

Skifahren leicht gemacht!

Ähnliche Artikel